# 94: Serie: Wie du dich in Texten besser präsentieren kannst – Schreibstrategien für Künstler*innen (Teil 8)

ENGLISH TEXT BELOW: PRESENT YOURSELF BETTER IN TEXTS – WRITING SKILLS FOR ARTISTS (PART 8)

8 Exkurs: Fotos zur Bewerbung einreichen

Wenn du digitale Fotos von deinen Kunstwerken mit deiner Bewerbung einreichen möchtest oder musst, solltest du dich mit ein paar technischen Details vertraut machen. In manchen Fällen ist genau vorgegeben, wie die Datei deines Fotos auszusehen hat. Hier hast du keine andere Wahl, als das irgendwie hinzubekommen. Wenn du es selbst nicht kannst, musst du jemand finden, die oder der dir hilft. Sonst wird deine Bewerbung womöglich direkt aussortiert – oder in einigen Fällen von Online-Bewerbungen lässt das System es noch nicht mal zu, dass du die Bewerbung überhaupt abschicken kannst. In anderen Fällen werden keine genauen oder nur teilweise Vorgaben gemacht. Trotzdem gibt es einige Dinge, die du wissen solltest.

Art der Datei

Wenn nicht anders vorgegeben (!), solltest du eine Bilddatei im Anhang als einzelne Datei im JPG-Format schicken. Das bedeutet, dass du auf keinen Fall eine Bilddatei in ein Word-Dokument oder PDF oder sonstiges Programm einfügst, das nicht in erster Linie für die Übermittlung von Bilddateien da ist.

Benennung der Datei

Wenn nicht anders vorgegeben (!), ist es eine gute Idee, für die Benennung der Datei deinen Nachnamen und den Bildtitel zu benutzen. Wenn du mehrere Fotos schickst, kannst du sie auch noch nummerieren. Achte aber darauf, dass der Dateiname nicht zu lang wird, ggf. kürzt du den Bildtitel. Zwischen die Einzelteile fügst du am besten Unterstriche ein. Ein Beispiel: 1_Sommer_Meeresblick.jpg

Größe der Datei

Überprüfe die Dateigröße deiner Bilddatei. Wenn nicht anders vorgegeben (!), reicht zunächst eine Größe von unter 1 MB. Fotos mit mehr als 5 MB oder sogar über 10 MB ziehen womöglich lange Downloadprozesse nach sich, die sich bei Kurator*innen, die sich einen *schnellen* Überblick verschaffen wollen, sehr störend auswirken.

Auflösung der Datei

Wenn nicht anders vorgegeben (!), reicht zunächst eine Auflösung von 72 dpi. Auch hier wird sonst der Downloadprozess verzögert. Nur für gute Print-Kataloge werden Auflösungen von bis zu 300 dpi verlangt, das steht dann aber i.d.R. auch ausdrücklich in der Ausschreibung.

Menge der Bilddateien

Auch dies ist meist in der Ausschreibung genau vorgegeben. Wenn du dich initiativ bewirbst, dann solltest du dich am besten auf drei – höchstens (!) aber fünf – Bilddateien beschränken. Nicht selten bekomme ich als Kuratorin plötzlich über 20 Bilder zugeschickt und ich habe weder Zeit noch Lust, mir die alle anzuschauen. Alles, was ich möchte, ist ein erster Eindruck.

Große Menge an Bilddateien

Sollte es – aus welchen Gründen auch immer – notwendig und verabredet sein, dass du eine größere Menge an Bildern schickst, solltest du, um technische Probleme zu vermeiden, nicht mehr als fünf in eine einzige Email packen. Es kann zwar sein, dass dein Programm automatisch alle Dateien in einen zip-Ordner konvertiert. Oder manche Mailprogramme laden die Dateien automatisch in eine eigene Cloud hoch und dem Empfänger wird dann ein Link zum Download übermittelt. Dennoch ist es ratsam, sich vorher zu erkundigen, was die Empfängerin oder der Empfänger bevorzugt. Wer selbst nicht weiß, wie das eigene Mail-Programm reagiert und was die andere Seite wünscht: Ich kann den Dienst WeTransfer sehr empfehlen, bei dem man auf wirklich einfache Art & Weise bis zu 2 GB gratis verschicken kann.

Qualität der Fotografie

Es versteht sich von selbst, dass deine Fotografie dein Kunstwerk im bestmöglichen Licht zeigen sollte. Das ist sowohl wörtlich als auch im übertragenden Sinne zu verstehen. Ein Bild für die Wand sollte keine Tapete drum herum zeigen, es sollte nicht schief hängen, nicht verzerrt sein und das Sonnen- oder Lampenlicht sollte sich nicht darin reflektieren. Auch sollten keine „kreativen“ Extras wie zusätzliche Beschriftungen eingebaut werden. Selbst professionelle Rahmen erhöhen nicht wirklich Qualität der Fotografie. Zeige dein Bild einfach so, wie es ist! Bei einer Skulptur musst du darauf achten, dass im Hintergrund keine störenden Elemente auftauchen und dass der farbliche Kontrast von Kunstwerk und Hintergrund das Kunstwerk deutlich zeigt und nicht verschwinden lässt.

Beachte: Wenn gewisse technische Details angefordert werden, dann sind diese auch wirklich notwendig! Wenn du die Bedingungen nicht erfüllen kannst, dann wird deine Bewerbung im schlimmsten Fall gar nicht beachtet. Im besten Fall werden die Kurator*innen der Ausstellung alles für dich überarbeiten. Aber das gehört nicht zum selbstverständlichen Service und du verursachst ihnen eine Menge Mehrarbeit.

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Dies sind die Inhalte der kompletten Serie:

  • Einleitung (24.01.2018)
  • Wie Schreibstrategien helfen können (7.02.2018)
  • La Dolce Vita (21.02.2018)
  • Künstlerische Biografie (21.03.2018)
  • Künstlerisches Statement (11.04.2018)
  • Bewerbungsanschreiben (3.05.2018)
  • Einladung zu einer Ausstellung (6.06.2018)
  • heute 🙂
  • Texte für die Ausstellung
  • Weitere allgemeine Empfehlungen

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>> Hier geht’s zum vorherigen Teil der Serie. >> Hier geht’s zu TEIL 1 der Serie

>> FORTSETZUNG FOLGT

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PRESENT YOURSELF BETTER IN TEXTS – WRITING SKILLS FOR ARTISTS (PART 8)

8 On A Side Note: Submitting Photos of Your Art

When you need to submit digital photos of your artworks, you should be familiar with certain technical details. In many cases, you have to follow the given instructions. If you encounter any difficulties, you should ask a friend for help. Otherwise you risk not being considered at all – or sometimes, the system won’t even allow to push the „send“ button if, for instance, the file size is too big. But even if there are no detailed instructions, you should know what you are doing:

File Format

Unless otherwise stated (!), upload or attach a separate JPG photo for each artwork. Do not insert your photo into a WORD or PDF document nor any other file format that is not primarily used for images.

File Name

Unless otherwise stated (!), use your last name and the title of the artwork. When sending more than one photo, you can also number the files. If the file name looks too long, shorten the title. Use underscores to separate the different elements. Example: 1_Sommer_Bridge.jpg

File Size

Always check the file size. Unless otherwise stated (!), it should not exceed 1 MB. Files with a size of more than 5 MB or even 10 MB take a long time to download. Often enough, curators receive hundreds of submissions and wish to have a very quick look first & don’t like to wait.

File Resolution

Unless otherwise stated (!), 72 dpi are sufficient. Everything beyond also unnecessarily stretches the time of downloading. 300 dpi are only needed for high quality prints in catalogs, for example. If this is necessary, you will most likely find this detail in the instructions.

Number of Files

Most calls for submission include detailed information about the number of photos you should send. If you send an unsolicited application, I recommend that you send three photos – definitely never (!) more than five at the very most. Being a curator myself, I sometimes receive unsolicited applications with 20 or more attachments. I really neither have the time nor the desire to look at all of them. All I need is a first impression.

High Number of Files

If you actually do have a reason or even arrangement to send a higher number of photos, it is recommended that you split them into, let’s say, packs of five and attach them to different emails. Your email program may actually automatically create a zip-file, or sometimes even automatically upload a larger number of files into your email provider’s cloud and then send a download link to the recipient. I recommend, however, that you ask the recipient about their preferences to make sure they will look at your files. If you have no idea about what to do or how your mail program reacts: I can recommend the service provider WeTransfer, which is easy to use and free up to 2 GB.

Photo Quality

Your photo should depict your art work in the best possible way. A painting should not hang crookedly on the wall, nor be surrounded by wall paper, the elements should be sharp defined, and you shouldn’t be able to see any reflecting light source. Don’t add any „creative“ extras like digitally inserted titles. In most cases, not even a professional frame really enhances the viewer’s impression. Just show your painting as it is! When you photograph a sculpture, make sure nothing else in the background distracts the view and there is a clear contrast between sculpture and background.

Alyways respect the technical guidelines: somebody really put some thinking into them, so they are absolutely necessary! If you don’t meet the requirements, you risk that nobody even takes a look at your submission. When you are lucky, the curators will fix your mistakes, but you cannot expect this. Do it right and save them time.

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This is the complete agenda of the series:

  • Introduction (24 Jan 2018)
  • How Writing Strategies Can Help (7 Feb 2018)
  • La Dolce Vita (21 Feb 2018)
  • Artist Biography (21 Mar 2018)
  • Artist Statement (11 Apr 2018)
  • Cover Letter (3 May 2018)
  • Invitation to an Art Exhibition (6 June 2018)
  • today 🙂
  • Texts for the Exhibition
  • Further General Advice

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>> Here you read can the previous part of the series.    >> Here you can find PART 1.

>> TO BE CONTINUED

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