124 | Bildbetrachtung Werke Nr. 0220 & 0221


Tanja & Tanja wurden in schwarzweiß mit Pastellstiften und Pastellkreide auf Pastelmat® gemalt. Beide Bilder wurden im Stil des Emotionalen Realismus erschaffen.

Von der Idee zum Experiment

Irgendwann hatte ich es schon mal gesagt: Ich habe es nicht so mit szizzenhaften Studien oder praktischen Übungen zum Austesten einer neuen Maltechnik. Auch wenn ich bei der detaillierten Ausarbeitung meiner Bilder alle Geduld der Welt aufbringen kann, existiert diese Geduld bei Vorübungen einfach nicht. Sobald ich an der Leinwand stehe, möchte ich etwas schaffen, möchte ich meinem inneren Drang nachgehen, etwas Großartiges schaffen zu wollen – auch wenn es sich natürlich in vielen Sessions nur um ein Teilergebnis handelt, da das Bild ja nicht in einer Session fertig wird. Denn nur dann kann ich mich voller Hingabe dem Malen widmen, während Studien mich langweilen und nie zu einem gewünschten, ja, meist eigentlich zu gar keinem Ergebnis führen.

Tanja war ein Experiment

Das hält mich aber nicht davon ab zu experimentieren: Für die erste Tanja (0220) verwendete ich daher zum ersten Mal nur Schwarzweiß-Töne bei Pastellkreiden. Ich hatte keine Ahnung, was am Ende dabei herauskommen würde. Aber ich gab alles und war am Ende selbst beeindruckt von dem Ergebnis!

0220 | Tanja, Pastell auf Pastelmat®, 55 x 55 cm, 2019 (Referenzfoto Hans-Joachim Reiter)

Experiment geglückt!

Direkt im Anschluss malte ich in gleicher Technik ein weiteres Bild von Tanja (0221). Denn ich wollte herausfinden, ob mir quasi nur ein „einmaliger Wurf“ gelungen war, oder ob ich diese Technik bzw. ein solches Ergebnis reproduzieren konnte. Ich konnte es!

0222 | Tanja, Pastell auf Pastelmat®, 42 x 65 cm, 2019 (Referenzfoto Hans-Joachim Reiter)

Schwierige Transportbedingungen

Inzwischen habe ich noch ein drittes Bild in dieser Technik angefertigt. Doch dabei ist es erst mal geblieben. Denn LEIDER hadere ich noch immer etwas mit dem Medium Pastell: Einerseits kann man*frau damit wunderbare Effekte erzielen, und die Kreiden bieten beim Malen ein recht haptisches Erlebnis (viel mehr als Ölfarben oder Bleistifte, wie ich finde). Aber die fertigen Bilder sind leider viel anfälliger als Ölbilder oder Bleistiftzeichnungen. Jedenfalls dann, wenn man*frau sie nicht fixiert – was ich nicht tue, da sich die Tonwerte und damit die Kontraste dabei verändern.

Ich kenne andere Pastellkünstler*innen, die so ihre Methoden haben, um auch Pastellbilder z.B. mit der Post an eine Galerie oder eine Kundin*einen Kunden verschicken zu können. Mich hat bisher keine dieser Methoden abschließend überzeugt. Jedenfalls nicht für diese beiden Tanja-Bilder, die mir persönlich SEHR am Herzen liegen. Ich möchte einfach kein Risiko mit ihnen eingehen.

Tanja & Tanja in der Ausstellung

Ich weiß aber durchaus, wie ich sie unbeschadet zu einer Ausstellung transportieren kann. Und das tue ich am kommenden Wochenende , wenn ich bei den Kunstagen Unkeler Höfe am 31.8. & 1.9.2019 dabei bin! Wer diese beiden Tanjas also mal live erleben möchte, ist herzlich eingeladen!

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