# 115 | Anjan Gosh: “I spend my life looking into people’s eyes”

“I spend my life looking into people’s eyes” | Ein Gastbeitrag von Anjan Ghosh

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Wer ich bin und was ich mache

© Anjan Ghosh

Fotografie ist meine Leidenschaft. Am liebsten fotografiere ich das Leben auf dem Land oder in der Vorstadt. Das wahre Wesen Indiens findet man am besten auf dem Land, darin unterscheidet sich Indien von anderen Ländern. Ich möchte genau diese Einzigartigkeit ergründen und sie dann auf einer globalen Plattform zeigen. Die Verstädterung verleibt sich in rasantem Tempo unseren alltäglichen Lebensstil ein. Trotzdem schaffen es die indischen Dörfer schon sehr lange, dieser Verstädterung in positiver Weise etwas entgegenzusetzen. So dringe ich mit meiner Kamera tief in das Innere meines Bundesstaates, West-Benagalen, vor und erforsche praktisch das Dorfleben. Und dann mache ich ein paar Schnappschüsse.

© Anjan Ghosh
© Anjan Ghosh

Ich versuche die besonderen Momente in einem Dorf oder auf dem Land einzufangen, die den wahren Kern eines Themas darstellen. Dabei geht es mir nicht darum, Armut oder die Einfachheit indischer Dörfer zu zeigen, sondern etwas zu porträtieren, das sich am Ende positiv auf die Landbevölkerung auswirkt.

Meine Vision

Es ist toll, dass ich eine Menge Unterstützung habe. Es ist ein langsamer, aber stetig fortschreitender Prozess! Ich habe einige Freundinnen und Freunde gewonnen, die ähnlich gestrickt sind und die verstehen, worum es mir geht. Und sie möchten mir gerne helfen. Wir haben uns fest vorgenommen, dass, wenn wir auch nur einer Familie irgendwo in unserem Bundesstaat oder irgendwo in Indien damit helfen können, wir unsere Dankbarkeit zeigen würden. Wenn wir unsere Regierung darum bitten könnten, die Bedingungen der Menschen im Dorf zum Besseren hin zu ändern, hätten wir Großartiges erreicht. Ich bin grundsätzlich ein optimistischer Mensch, und ich glaube daran, dass sich schon bald mehr Leute dafür einsetzen werden.

© Anjan Ghosh | Gajan

Hinduistische Feste

Hinduistische Feste sind eine Kombination religiöser Zeremonien, semi-ritueller Spektakel, Gottesanbetung, Prozessionen, Musik und Tanz, Essen, Trinken, Liebesspielen, Lasterhaftigkeiten, Armenspeisungen und weiteren religiösen und traditionellen Aktivitäten.

© Anjan Gosh | Holi

Der ursprüngliche Zweck dieser Aktivitäten war es, sich zu reinigen, schlechte Einflüsse abzuwehren, die Gesellschaft zu erneuern, schwierige Situationen zu überwinden und die Lebenskräfte der Natur wiederzubeleben. (Daher kommt auch der Begriff Utsava, der sowohl das Generieren von Kraft als auch die Durchführung eines Festes bedeutet.) Da hinduistische Feste sich auf die Zyklen der Natur beziehen, stellen sie sich jeglicher Stagnation derselbigen entgegen. Diese zyklischen Feste – die viele Tage dauern können – werden nach wie vor in ganz Indien gefeiert.

Solche Feste beleben nicht nur die Stimmung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen, sondern auch das Bewusstsein um die eigenen Kräfte, und sie kompensieren jegliche Gefühle von Angst oder Verletzlichkeit im Hinblick auf die Naturgewalten. Die ganze Dorfgemeinschaft nimmt in der Regel an diesem Gemisch von Gottesverehrung und Vergnügen teil. Es herrscht dabei allgemeine Harmonie, auch wenn gar nicht mehr alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch den eigentlichen Ursprung des jeweiligen Festes kennen. Es gibt außerdem unzählige Festivitäten, die zu Ehren bestimmter Götter abgehalten werden und in einzelnen Tempeln, Dörfern oder religiösen Gemeinschaften begangen werden. […]

© Anjan Ghosh | links: Chhath Puja; rechts: Gajan

Religiöse Gruppen

Bestimmte religiöse Gruppen haben sich viele Jahrhunderte lang ganz oder teilweise der Eliminierung des diskriminierenden Kastenwesens gewidment. Viele davon gehören der mystischen, islamischen Strömung der Bhakti an. […] In der in ganz Indien verbreiteten Bhakti-Dichtung wird das Kastensystem und die damit verknüpfte Etiquette der rituellen Reinigung verspottet. […] Angehörige der niedrigen Kasten schöpfen durch andere Religionen oft Hoffnung, dass sie den sozialen Hierachien der hinduistischen Praxis entkommen können. Der Sikhismus zum Beispiel weist das Kastensystem klar zurück und erlaubt allen Mitgliedern ohne Rücksicht auf die Kastenzugehörigkeit Zugang zu seinen Versammlungsstätten, den Gurdwaras, und auch zu den Essensausgaben. […]

 

© Anjan Ghosh | Sadhu Kumbha Mala

Und dann gibt es Angehörige der verschiedenen Glaubensrichtungen, die jegliche weltliche Bindungen aufgeben und einem „inneren Zirkel“ oder einem „Orden“ folgen, der besondere Gelübde und Gebote sowie einen gemeinschaftlichen Kult und eine spezielle Form der Initiation entweder übernommen oder sogar selbst kreiert hat. Diese Menschen streben nach einem Leben völliger Hingabe. […]

Alle Fotos © Anjan Ghosh

KONTAKT:

www.anjanghosh.in | +98 30251737

https://www.facebook.com/ANJAN-GHOSH-501675346606740/

anjan1975@gmail.com

Der Profi-Fotograf Anjan Ghosh ist auf der Suche nach einer guten Ausstellungsmöglichkeit in Deutschland. Er schickt auf Anfrage gerne seine Vita & Bewerbungsunterlagen zu. Er spricht Englisch.

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Original English text:

“I spend my life looking into people’s eyes” by guest blogger ANJAN GHOSH

I am passionate about photography, especially in rural and semi-urban life. India is a country where the main essence comes out from the rural areas that makes it unique among other countries. My intention is to search this uniqueness and produce them on the global platform. Urbanisation is swallowing down our daily life style in a rapid pace. Yet, the Indian villages are competing with this urbanisation in a positive way for a long time. I do go to the interiors of my state [West Bengal] and literally ‘research’ the village life style. And then, if the need be, take a few snaps. I try to capture only those moments of a village or a rural life, which would bring out the hardcore truth about the subject. Sometimes, I have to face challenges to get the required snaps. My intention is not to show poverty or the poorness of Indian villages, but to portray something which would eventually come in aid of the rural people.

My Vison

And the good news is, I am getting support in this regard. It is slow, but a steady process!  A few of my like-minded friends are becoming aware of my intention, are showing interest to take some positive actions. We have taken a pledge that by this, if we can at least try to ‘change’ the life of one family in any part of our state; or in India, we would be greatly obliged. And by doing this, if we can ask or request the government to take some positive actions to change the condition of the village for the better, it would be a great achievement for us. I am an optimistic person, and I definitely believe that in the near future, more people would be interested in this endeavour.

Hindu Festivals

Hindu festivals are combinations of religious ceremonies, semi-ritual spectacles, worship, prayer, lustrations, processions, music and dances, eating, drinking, lovemaking, licentiousness, feeding the poor, and other activities of a religious or traditional character. The original purpose of these activities was to purify, avert malicious influences, renew society, bridge over critical moments, and stimulate or resuscitate the vital powers of nature (hence the term utsava, meaning both the generation of power and a festival). Because Hindu festivals relate to the cyclical life of nature, they are supposed to prevent it from stagnating. These cyclic festivals – which may last for many days – continue to be celebrated throughout India.

Such festivals refresh the mood of the participants, further the consciousness of their own power, and help to compensate for their sensations of fear and vulnerability concerning the forces of nature. Such mixtures of worship and pleasure require the participation of the entire community and create harmony among its members, even if not all contemporary participants are aware of the festival’s original character. There are also innumerable festivities in honour of specific gods, celebrated by individual temples, villages, and religious communities. […]

Religious Groups

For many centuries certain Indian religious communities have been dedicated in whole or in part to the elimination of caste discrimination. Many have been guided by bhakti sentiments. […] A major theme in bhakti poetry throughout India has been the ridicule of caste and the etiquette of ritual purity that relates to it. […] Other religions have provided members of low-ranked castes with a further hope for escaping social hierarchies associated with Hindu practice. Sikhism has traditionally rejected caste, a position clearly emphasized in the gurdwaras, where access to sacred scripture, the Adi Granth, is granted without regard to caste and communal meals are served to all Sikhs.[…]

Members of the various denominations who abandon all worldly attachment enter an “inner circle” or “order” that, seeking a life of devotion, adopts or develops particular vows and observances, a common cult, and some form of initiation.

CONTACT:

www.anjanghosh.in | +98 30251737

https://www.facebook.com/ANJAN-GHOSH-501675346606740/

anjan1975@gmail.com

The professional photographer Anjan Ghosh is looking for an opportunity to exhibt in Germany. Upon request, he will happily send you his vita & application documents. He speaks English.

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